Japan-Koi für den Koiteich und Wasserpflanzen für den Garten anlegen

Bevor es an die Auswahl der Wasserpflanzen für einen Koiteich geht, sollte man sich zunächst einmal über diese Fischart informieren. Nur so können die Ansprüche der Koi erfüllt und ein schöner Teich gestaltet werden. Vor allen Dingen sollte beachtet werden, dass Koi bei einer sehr guten Pflege ein Alter von bis zu 100 Jahren und recht stattliche Größen erreichen können, wobei die buntfarbigen Fische meistens etwas kleiner sind. Die Koi gibt es in unterschiedlichen Farben und jeder Fisch weist eine individuelle Färbung und Schuppung auf, sie können zwischen 80 und 100 Zentimeter groß werden. Auch die Fütterung und die Umweltbedingungen sollten bei den Koi nicht außer Acht gelassen werden, denn es sind wechselwarme Tiere.

Beim Koi handelt es sich um einen Karpfen und dieser gründelt gerne im tiefen Schlamm von Gewässern herum, wo er sich am wohlsten fühlt. Hier kann er das Futter finden, was sich im Schlamm ansammelt und auch kleines Getier aufspüren. Da es sich beim Koi um Allesfresser handelt, können nicht alle Wasserpflanzen in den Teich eingebracht werden.

Wie viel kostet eine Bepflanzung?

Je nach Größe des Teichs und den ausgewählten Wasserpflanzen gestalten sich die Kosten für die Bepflanzung. In der Regel besitzen Koiteiche nur einen sehr geringen Pflanzenwuchs und auch Algen sind größtenteils kaum vorhanden. In einen Koiteich sollten nur wenige Wasserpflanzen gepflanzt werden, sind es zu viele, dann können sie den Fischen schaden. Der Bewuchs in einem Teich für Koi sollte nicht zu üppig ausfallen, so dass die Bepflanzung für den Teich mit relativ geringen Kosten ausfällt.

Ist die Bepflanzung für einen Koiteich notwendig?

Ein gewisser Pflanzenwuchs im Koiteich ist durchaus zu empfehlen, denn damit wird einerseits ein natürlicher Filter geboten und andererseits wird somit der Sauerstoffgehalt des Wassers erhöht. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass sich die Wasserpflanzen nicht zu sehr ausbreiten, denn dann gelangt in den Koiteich zu viel organisches Material. Dieses kann nicht schnell genug durch die Mikroorganismen abgebaut werden. Dadurch wiederum entsteht am Boden des Teichs eine Schlammschicht und diese bedingt einen abfallenden Sauerstoffgehalt des Wassers. Außerdem entsteht somit eine perfekte Brutstätte für Keime. Mit den Wasserpflanzen wird nicht nur das Teichwasser gereinigt, sondern wird damit gleichzeitig das biologische Gleichgewicht hergestellt.

Die Vorteile und Nachteile der Wasserpflanzen im Koiteich

Zwar werden die Koi an den Pflanzen herum knabbern und daran zupfen, jedoch können sie den Speiseplan der Fische bereichern. Ebenfalls bieten die Wasserpflanzen den Koi einen zusätzlichen Schutz vor ihren natürlichen Feinden und gleichzeitig finden sich Insektenlarven daran, die wiederum eine willkommene Abwechslung zur Nahrung sind. Außerdem sind sie wichtige Lieferanten für Nährstoffe, die die Fische benötigen. Von den Koi werden die Pflanzen gerne als Laichsubstrat angenommen. Aber auch die Filterkraft der Pflanzen ist als ein weiterer Vorteil zu sehen, denn sie sagen den unerwünschten Algen im Koiteich den Kampf an und verbessern die Wasserqualität, da sie dem Wasser Nitrat, Phosphat und Eisen entziehen.

Werden in den Tiefenzonen Unterwasserpflanzen eingesetzt, so ist hier der Nachteil der Verkrautung vorhanden. Sie bieten die gleichen Nachteile wie die bekannten Fadenalgen. Besonders an den Stielen können viele Algenarten wachsen. Auch die Wasserpflanzen müssen gepflegt werden, damit der Teich nicht verkrautet und sollten einmal im Jahr ausgedünnt werden.

Welche Koiteich Pflanzen gibt es?

Für die Tiefenzonen des Koiteichs finden das Hornkraut, die Wasserpest und das Karpfenkraut hauptsächlich ihre Verwendung. Für die Sumpfzone eignen sich besonders gut die Sumpfdotterblume, Sumpfschwertlilie, Zwergbinse, Kleefarn, blaues Hechtkraut, Kardinalslobelie und Schlangenwurz. Aber auch die Sumpfgladiole, Molchschwanz, Gauklerblume, blaugründe Binse und Zwergbinse werden gerne in Koiteichen eingepflanzt. Scheincalla, Sumpfvergissmeinnicht, Blutauge, Korkenzieherbinse und noch viele andere Wasserpflanzen sind in den Teichen anzutreffen.


2)Koi-Gefahr Wasservögel

Viele einheimische Vögel und auch Zugvögel sind Wasservögel. Sie fühlen sich also am und im Wasser besonders wohl. Dass das eine starke Problematik für unsere Koiteiche mit sich bringen kann, ist logisch. Dabei gibt es gleich mehrere Gefahren, die von Wasservögeln ausgehen. Zunächst einmal gibt es die Wasservögel, die begeisterte Jäger sind und die Koi schnell fangen würden. Daneben finden sich auch Wasservögel, die den Koi zwar nichts tun, aber allerlei Bakterien und Keime in den heimischen Koiteich einschleppen, was aufgrund der Empfindlichkeit der Fische alles andere als gut ist.

Welche Wasservögel fangen den Koi?

Als die beiden wichtigsten räuberischen Wasservögel sind vor allen Dingen der Reiher und der Kormoran zu nennen. Bei den Reihern ist es vorwiegend der Graureiher, der den Koi bedroht. Beide Vögel sind Raubvögel und echte Fischfresser. Der Reiher ist dabei aber noch das kleinere Übel. In der Regel muss er nämlich im Wasser stehen können, um einen Fisch zu fangen. Anders sieht es beim Kormoran aus, der sich sehr gut im Wasser bewegen, darin schwimmen und jagen kann. Darüber hinaus sind Kormorane in der Lage, gemeinschaftlich zu jagen, so dass die Fische, insbesondere der Koi, gehetzt werden, was aufgrund des hohen Stresspegels schnell zu dessen Tod führen kann.

Aufgrund der Vielzahl der Wasservögel und des oft geringen Nahrungsangebots, werden diese immer mutiger und suchen sich auch Jagdgefilde in dicht besiedelten Regionen, also beispielsweise im Koiteich im eigenen Garten. Das macht Schutzmaßnahmen unverzichtbar.

Wie können Koi vor Wasservögeln geschützt werden?

Damit die Koi vor den räuberischen Wasservögeln geschützt werden können, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Gegen den Reiher beispielsweise hilft es, wenn im Koiteich keine Flachzonen eingerichtet werden. Dadurch kann dieser Wasservogel nicht im Wasser stehen, was die Jagd auf den Koi für ihn doch sichtlich erschwert.

Wer sich gegen eine ganze Kolonie von Kormoranen durchsetzen muss, dem bringt der flache Koiteich dagegen fast nichts. Hier hilft nur noch die Überspannung des Teichs mit einem Netz, durch das die Kormorane nicht hindurch kommen.

Im Handel findet sich zudem ein Reiherschreck. Bisher ist aber noch nicht ausreichend untersucht worden, ob dieser auch gegen den Kormoran hilft. Er wird in der Regel nahe dem Teich aufgestellt und soll die Reiher verschrecken, so dass sie vom eigenen Koiteich ablassen. Ebenfalls muss man gegen anderes Wassergeflügel vorgehen, meist kann man es durch entsprechende Maßnahmen verscheuchen, jedoch ist hierbei auch ein erheblicher Aufwand zu verzeichnen, um Wassergeflügel langfristig vom Koiteich fern zu halten.

Weitere Feinde der Koi

Der Koi hat aber nicht nur die Raubvögel zum Feind. Sehr zutraulich sind zum Beispiel Enten und sie siedeln sich auch gerne einmal am heimischen Koiteich im eigenen Garten an. Sie bringen aber auch eine ganze Reihe verschiedener Probleme mit sich, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.

Zum einen entscheiden sich Enten meist nicht für ein bestimmtes Gewässer, sondern lassen sich an verschiedenen Teichen und Seen nieder. Dadurch können sie auch Keime, Bakterien und Krankheitserreger in den heimischen Koiteich einschleppen. Das große Problem: Empfindliche Koi reagieren sehr schnell auf Veränderungen der Wasserwerte und können somit recht schnell erkranken. Ebenfalls werden Enten, die im Koiteich schwimmen, Unruhe in diesen bringen. Dadurch erschreckt sich der Koi, er steht unter Stress und auch dieser führt vielfach zu Krankheiten beim Koi. Zudem werden die liebevoll gesetzten Wasserpflanzen durch Wassergeflügel zerstört, die Koi haben nicht mehr genügend Rückzugsmöglichkeiten.

Beschattung von Koi

Die Koi gehören zu den besonders empfindlichen, aber auch sehr schönen Teichfischen. Da sie hierzulande oft in glasklarem Wasser gehalten werden, damit die Halter sie jederzeit beobachten und sich an ihnen erfreuen können, gibt es allerdings auch einige Probleme. Bei direkter Sonneneinstrahlung können Koi nämlich schnell an einem Sonnenbrand leiden.

Die optimale Beschattung für den Koi

Damit der Koi bestens gedeihen kann, ist eine Beschattung von besonderer Bedeutung. Mindestens ein 90-prozentiger Beschattungswert sollte erreicht werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Schatten zumindest während der Zeit von 11 bis 15 Uhr über den Koiteich wandert. Dadurch muss nicht der gesamte Koiteich beschattet werden, sondern es reicht eine teilweise Beschattung des Teichs aus.

Für die optimale Beschattung des Koiteichs sollte überdies ein Material gewählt werden, welches luft- und wasserdurchlässig ist, damit die Fische mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Es muss zudem reißfest und natürlich UV-beständig sein, damit es auch allen Witterungsbedingungen trotzen kann. Für die Herstellung einer optimalen Beschattung sollten im Vorfeld bereits einige Maße genommen werden, wie die Größe und die Form der zu beschattenden Teichoberfläche, aber auch die Befestigungspunkte für die Beschattung. Sind diese bereits vorhanden, muss die Beschattung daran ausgerichtet werden, ist das nicht der Fall, kann sie frei geplant werden.

Wenn die Beschattung fehlt

Wie eingangs erwähnt, kann eine fehlende Beschattung massive Folgen mit sich bringen. Zunächst einmal können Koi durch direkte Sonneneinstrahlung einen Sonnenbrand bekommen, was für die empfindlichen Tiere nicht nur unangenehm und schmerzhaft ist. Durch zu viel Sonneneinstrahlung können sich die pH-Werte des Wassers ebenfalls verändern. Das führt zu einer insgesamt schlechteren Wasserqualität, die den Koi ebenfalls negativ beeinflussen kann. Darüber hinaus kann es zu einem vermehrten Algenwachstum im Koiteich kommen, wodurch die Wasserwerte ebenso beeinträchtigt werden.

Diese Probleme können mit der richtigen Beschattung vermieden werden. Außerdem besteht dadurch ein guter Schutz vor Angriffen durch Reiher, die als wichtige Feinde des Koi gelten. Sollte es aufgrund der fehlenden Beschattung überdies zu einem Sonnenbrand beim Koi gekommen sein, ist es natürlich nötig, dass dieser so schnell wie möglich behandelt wird. Zwar ist der Sonnenbrand als solches nicht gefährlich, allerdings kann er die tieferen Schleimschichten zerstören, so dass der Koi gefährdeter für weitere Pilz- und Infektionserkrankungen wird. Diese können dann schnell lebensbedrohlich werden.

Wie man die Beschattung für den Koiteich richtig anlegt

Bei der richtigen Beschattung für den Koiteich kann man verschiedene Möglichkeiten nutzen. Die erste Variante ist das Einsetzen von Schatten gebenden Pflanzen. Aufgrund dessen, dass Koi Allesfresser sind, besteht jedoch nur eine eingeschränkte Auswahl der einsetzbaren Pflanzen für den Koiteich. Zusätzlich kann aber auch mit einer externen Beschattung gearbeitet werden. Sonnensegel werden hier oft eingesetzt, wobei jedoch das Problem besteht, dass sie oft nicht wasserdurchlässig sind. Optimalerweise informiert man sich zunächst im Fachgeschäft, welche Beschattung für den Koiteich am besten geeignet ist. Hier finden sich auch alle benötigten Materialien.

Nun gilt es, rund um den Teich noch einige Befestigungspunkte herzustellen, so dass die Beschattung auch fixiert werden kann. Anschließend kann das Schatten spendende Gewebe über den Teich gespannt werden, wobei es sehr fest sitzen sollte, damit es nicht verrutschen kann. Auch die Sicherung gegenüber Sturmböen und Co. darf dabei nicht außer Acht gelassen werden.

Übersicht Arten Gartenteich, Koiteich Vergleich

Die Koiteiche variieren hinsichtlich Größe, Form und Gestaltung doch sehr deutlich. So haben sich mittlerweile viele verschiedene Teichvarianten für den Koi entwickelt, die allesamt einige Vorteile, aber auch Nachteile mit sich bringen. Die bekanntesten Vertreter der Koiteiche sind dabei die Teiche mit Erde, die als Bodenbelag dient, sowie die erdfreien Teiche. Beide Variationen wollen wir im Folgenden näher beleuchten und ihre Vor-, sowie Nachteile aufzeigen.

Erdfreie Koiteiche

Erdfreie Koiteiche sind ideal geeignet, um die Koi optimal zu halten. Sie bieten eine gute Wasserqualität, die nahezu gleichbleibend ist. Das bedeutet für den Koi weniger Stress und damit eine geringere Anfälligkeit gegenüber Krankheiten.

In der Regel findet sich am Boden der erdfreien Koiteiche eine Kiesschicht. In dieser werden unterschiedliche Wasserpflanzen, wie beispielsweise die Seerosen, Schwertlilien oder Binsen, eingesetzt. Grundsätzlich sollten nur solche robusten Pflanzen im Koiteich eingesetzt werden, da alle zarteren Pflanzen von den kleinen Allesfressern schnell vertilgt würden. Die Pflanzen sollten dabei im Koiteich stets mit einer Kiesschicht befestigt werden, das Ganze sollte zusätzlich mit größeren Steinen abgedeckt und fixiert werden. So vermeidet man, dass die Koi kleinere Steine bei der Suche nach Nahrung über den Teich verteilen.

Teiche mit Erde als Bodenbelag

Als Alternative gelten Teiche mit Erde als Bodenbelag. Diese sind natürlich optisch recht ansprechend, wobei jedoch stets auf eine sehr einfache Erde ohne jeglichen Dünger oder andere Zusatzstoffe geachtet werden sollte. Nur so lässt sich die Wasserqualität bei einem Teich mit Erde als Bodenbelag aufrechterhalten.

Weitere Teicharten

Die Koiteiche können zusätzlich mit einer Beschattung ausgestattet sein. Sie ist vorwiegend für Teiche von Bedeutung, die ganztags in der Sonne stehen. Schnell kann es den empfindlichen Fischen hier zu heiß werden, so dass die Beschattung entsprechend erfolgen muss. Ein zu schattiger Standort darf für den Koiteich jedoch ebenfalls nicht gewählt werden. Mindestens einen halben Tag lang sollte die Sonne den Teich erreichen können.

Für Koiliebhaber sind Koiteiche mit integrierter Heizung ein absolutes Muss. Dadurch können nämlich die oft schädlichen Temperaturschwankungen vermieden werden. Allerdings steigen natürlich auch die Kosten für einen solchen Koiteich deutlich an.

Vor- und Nachteile der einzelnen Teicharten

Die erdfreien Koiteiche sind am besten geeignet, um Koi richtig unterzubringen. Werden sie zusätzlich mit einer Beschattung versehen, um zu viel Hitze abzuhalten oder liegen sie von vornherein günstig, ist das der optimale Lebensraum für den Koi. Eine Beheizbarkeit des Teichs sorgt zudem für weniger Stress bei den Tieren.

Der Koiteich mit einer Erdschicht als Bodenbelag muss kritisch betrachtet werden. In den meisten im Handel angebotenen Erden, auch in speziellen Teicherden, ist Dünger enthalten. Dieser färbt das Wasser nicht selten grünlich, es wird trübe und auch die Wasserwerte insgesamt können damit negativ beeinflusst werden. Deshalb sollte nach Möglichkeit auf diese Art des Koiteichs verzichtet werden.

Kosten für den Koiteich

Da ein Koiteich doch sehr hohe Anforderungen stellt, sollte man sich hier im Vorfeld gründlich informieren. Versierte Fachunternehmen können die Anlage des Koiteichs übernehmen und garantieren dabei für optimale Wasserqualität. Dabei entstehen natürlich recht hohe Kosten, die mit einigen Tausend Euro, je nach Größe des Teichs, zu Buche schlagen können. Versierte Heimwerker können den Koiteich auch selbst anlegen, aufgrund der benötigten Pumpen, Filter und Co. werden die Kosten aber auch hier nicht zu knapp ausfallen. Die ausführliche Beratung zu den wichtigsten Punkten, die es zu beachten gilt, darf dabei nicht außer Acht gelassen werden.


Schöne, gesunde Koi züchten (der perfekte Japan Koi)

Wer schöne und gesunde Koi züchten möchte, der muss unbedingt auf die passende Pflege achten. In erster Linie kommt es hierbei auf die Ernährung der doch recht empfindlichen Fische an. Die klassischen Japan Koi benötigen ein hochwertiges Spezialfutter. Es muss allerdings auch auf die individuellen Gegebenheiten abgestimmt werden.

Solange die Wassertemperaturen gering sind, muss das Futter leicht verdaulich sein und viele Kohlenhydrate enthalten, da Koi bei geringen Wassertemperaturen eine schlechtere Verdauung an den Tag legen. Sobald die Temperaturen steigen, muss das Futter umgestellt werden, es sollte jetzt mehr Fette und Proteine enthalten. Wichtig ist, dass kein normales Fischfutter, sondern ein spezielles und hochwertiges Koifutter verwendet wird.

Die wichtigsten Bestandteile des Koifutters

Damit die Zucht gesunder Koi gelingt, ist es überdies notwendig, dass die Bestandteile des Koifutters optimal aufeinander abgestimmt sind. Hierbei spielen die einzelnen Inhaltsstoffe eine wesentliche Rolle. So werden Proteine für das gesunde Wachstum der Koi benötigt. Idealerweise enthält das Fischfutter essentielle Proteine, die der Koi nicht selbst bilden kann. Die tierischen Proteine, die unter anderem in Insektenpuppen, Fischmehl und Schalentieren vorkommen, haben für den Koi einen höheren Nährwert, als pflanzliche Proteine aus Erdnüssen oder Soja.

Ebenfalls von Bedeutung sind die Fette im Koifutter. Sie werden zur Energieversorgung und für den Stoffwechsel benötigt. Allerdings darf ein Koifutter nicht zu viele Fette enthalten, damit die Fische nicht fettleibig werden. Insbesondere länger gelagertes Futter sollte hierbei nicht mehr verwendet werden, denn die mittlerweile oxidierten Fette können dem Koi schaden.

Enthalten sein müssen außerdem Kohlenhydrate. Sollten dem Koi zu wenig Kohlenhydrate zur Verfügung stehen, kann der den Mangel zwar durch den Abbau von Proteinen ausgleichen, jedoch führt dies langfristig zu einem drastischen Gewichtsverlust.

Ergänzende Nahrungsbestandteile und Nährstoffe beim Koifutter

Zusätzlich brauchen Koi natürlich Vitamine und Mineralien. Letztere sind entscheidend für einen guten Stoffwechsel. Meist werden Mineralien über das Teichwasser aufgenommen, doch durch ständige Filterung und den Verbrauch durch die Koi sinkt der enthaltene Spiegel an Mineralien. Deshalb müssen sie zusätzlich über das Futter gegeben werden. Auch Wasseraufbereitungsmittel, die Mineralien enthalten, sind mittlerweile auf dem Markt. Genauso wichtig sind die Vitamine, die für einen gesunden Stoffwechsel und ein gestärktes Immunsystem sorgen.

Die richtigen Umgebungsbedingungen

Neben der Fütterung spielt auch die richtige Unterbringung der Koi eine wichtige Rolle, damit sie sich vermehren können. Ausreichend Platz ist hierbei das A und O. Aber auch das Wasser muss richtig aufbereitet werden. Hierbei empfiehlt es sich, es wenigstens einmal monatlich hinsichtlich der enthaltenen Stoffe zu überprüfen. Dabei kommen einfache Teststäbchen aus dem Zoohandel in Frage, die gute Dienste leisten. Regelmäßig muss auch der Filter im Koi Teich gereinigt werden.

Die Pumpe und den Filter sollten gewissenhafte Koihalter wenigstens zweimal wöchentlich überprüfen und gegebenenfalls reinigen. Wichtig ist zudem, dass eine Sauerstoffpumpe in den warmen Sommermonaten aufgestellt wird, da sich Koi in sauerstoffreichem Wasser besonders wohl fühlen. Damit die Fische in der Winterruhe nicht gestört werden, darf die Strömung im Koiteich nicht zu hoch sein. Dennoch darf der Filter nicht abgestellt werden.

Schwankungen in der Wassertemperatur, sowie der Wasserqualität sollten unbedingt vermieden werden. Das gilt insbesondere bei neu gekauften Fischen. Diese sollten zunächst in einen sauberen Behälter gegeben werden, und zwar zusammen mit dem Wasser, in dem sie gekauft wurden. Anschließend gibt man einen Teil Teichwasser dazu, bis zwei Drittel ursprüngliches Transportwasser und ein Drittel Teichwasser vorhanden sind. Nach einigen Minuten wird der Vorgang wiederholt, bevor die Koi in den Gartenteich entlassen werden. So gewöhnen sie sich langsam an die neue Umgebung.

Mit welchen Teichfischen vertragen sich Koi wenig?

Die Koi gehören zu den Königen unter den Teichfischen, was nicht zuletzt aufgrund der besonderen Zeichnung der Fall sein dürfte. Sie werden häufig als Baby-Koi gekauft, entwickeln sich aber rasant zu ausgewachsenen Fischen, die eine Länge von mehr als einem Meter erreichen. Aufgrund der Größe benötigen sie auch reichlich Platz, pro Koi sollten wenigstens 1.000 Liter Wasser eingerechnet werden.

Allerdings sind Kois auch sehr soziale Tiere, die die Gesellschaft brauchen. Am liebsten schwimmen sie im Schwarm, idealerweise mit anderen Koi. Wer nun nach Alternativen sucht, um Kois mit verschiedenen Teichfischen zusammen zu halten, der sollte im Vorfeld einige Punkte berücksichtigen.

Pflegeaufwand für Koi

Der Pflegeaufwand für Koi ist enorm. Aufgrund der Haltungsbedingungen bei Koi-Liebhabern neigen die Fische auch zu verstärkten Anfälligkeiten Krankheiten gegenüber. Werden Koi in nahezu keimfreien Anlagen gehalten, in glasklarem Wasser, dann kann dies schneller zu Infekten oder einem Sonnenbrand führen.

Hierbei müssen die Koi medikamentös behandelt werden, doch manche der Medikamente werden zwar von den Koi, nicht aber von den übrigen Teichfischen vertragen. Deshalb sollte es immer gut überlegt sein, ob Koi mit anderen Teichfischen zusammen gehalten werden.

Koi werden zudem vorwiegend aufgrund ihrer schönen bunten Zeichnung ausgewählt. Damit diese erhalten bleibt, ist ein spezielles Koi Futter notwendig. Dieses kann aber wiederum von manch anderen Teichfischen nicht so recht vertragen werden, so dass sich auch hier die Frage stellt, ob Koi tatsächlich mit anderen Teichfischen vergesellschaftet werden sollten.

Mögliche Partner für den Koi

Häufig werden Koi mit Goldfischen zusammen gehalten. Die Probleme ergeben sich zumeist dann, wenn der Koi erkrankt und spezielle Medikamente braucht. Vielfach gehen die Goldfische aufgrund der Medikamente nämlich ein. Deshalb ist eine Behandlung des Koi in einem gesonderten Becken oder Teich anzuraten. Nach der Genesung kann er wieder in den ursprünglichen Teich gesetzt werden.

Auch einige Störarten kommen als Partner für den Koi in Betracht. Hierbei sollte aber ebenfalls auf die korrekte Ernährung und Krankheitsbehandlung beider Fischarten geachtet werden. Zudem gibt es auch einige Störarten, mit denen der Koi überhaupt nicht zurechtkommt, diese sollten entsprechend auch nicht gewählt werden. Zu diesen Arten zählen unter anderem der Hausen, der Schaufelstör, der Weiße Stör und der Löffelstör. Den Sterlex, den Sternhausen, den Waxdick und den Sibirschen Stör kann man dagegen recht gut mit den Koi zusammen halten.

Zudem können Koi gemeinsam mit Spiegelkarpfen gehalten werden. Einige erfahrene Koi Besitzer haben für das Füttern der Fische eine ganz eigene Methodik entwickelt. So werden die Störe, Goldfische und Co. beispielsweise im Dunkeln gefüttert. Die Koi sehen dann nicht mehr so gut und können den anderen Fischen nicht das Futter weg fressen.

Mit wem sich Koi nicht vertragen

Probleme kann es bei der Vergesellschaftung von Koi mit bestimmten Störarten kommen. Hier kommt vorwiegend der Futterneid zum Tragen. Während Koi wirklich schnell beim Fressen sind, sind Störe eher sehr langsame Fresser. Kommt der Koi dann einem ausgewachsenen Stör in die Quere, dann kann dieser ihn schnell verletzen, mit einem gezielten Flossenhieb sogar aus dem Teich befördern. P

Problematisch kann es ebenfalls im Winter werden. Während die Koi schon lange Winterruhe halten, ist der Stör noch sehr aktiv. Das kann den empfindlichen Koi sehr stark stören, so dass dieser daran zugrunde geht.

Nicht geeignet ist auch das gemeinsame Halten von Koi und Barsch, da es sich bei letzterem um einen Raubfisch handelt. Er könnte den Koi schnell als Beute ansehen und ihn gefährden.

Schreibe einen Kommentar